Update bei unserer Hochzeitsplanung

Mittlerweile sind es nur noch vier Monate bis zur Hochzeit und die Zeit läuft. Meine Gefühlslage schwankt zwischen „Wir haben alles unter Kontrolle und es wird langsam“ und „Oh Gott, wir haben noch NIX geplant“. Da sich aber objektiv betrachtet einiges getan hat, wollte ich euch mal einen Überblick geben, mit welchen Dingen man bei der Hochzeitsplanung rechnen kann/soll.

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Location- und Terminänderung

Ich habe immer geglaubt, je früher man mit der Planung anfängt, desto besser. Aber so kann man das auch nicht sehen, denn: wir haben unsere Location bereits 20 Monate im Vorhinein reserviert. Mittlerweile wurde sie jedoch verkauft und hat ziemlich abgebaut, sodass wir nicht mehr zufrieden waren. Eine neue Location musste also her.

Die Locationsuche war von Anfang an ziemlich mühsam, weil ich sehr hohe Ansprüche hatte. Die Hotels und Räumlichkeiten, die wir schon vorm Festlegen der ursprünglichen Location nicht wollten, waren auch jetzt nicht schöner. Alternativen waren also quasi nicht vorhanden.

Unser Glück jedoch war, dass in der Zwischenzeit eine ganz neue Location aufgemacht hat. Davon wusste ich zwar, jedoch dachten wir, dass wir uns die Hochzeit dort sowieso nicht leisten könnten. Trotzdem haben wir uns einen Besichtigungstermin ausgemacht und *zack* wir haben uns in diese eine Location verliebt. Zum Glück ergab das genaue Durchrechnen, dass sie nur minimal teurer ist als unsere ursprüngliche Wahl.

Leider war jedoch unser Termin nicht mehr frei, weswegen wir nach langem hin und her auch noch einen neuen Termin festlegen mussten. In der Zwischenzeit ist uns auch noch der Pfarrer abhandengekommen, aber das ist eine andere Geschichte.

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Rechtzeitig mit der Planung anfangen ist also völlig in Ordnung – ihr habt aber auch viel mehr Zeit für Entwicklungen, die euch gar nicht so recht sind. Plant das also am besten gleich mit ein 😉

Angestrengtes Nachdenken bringt nix

Seit Ewigkeiten zerbrechen wir uns den Kopf, wie wir die Tischordnung umsetzen könnten. Also nicht wer auf welchem Tisch sitzt (wobei das bestimmt auch noch ein Problem wird), sondern wie wir die einzelnen Tische nennen können. Auch Pinterest hatte keine Ideen parat, die uns gefallen haben. In der engeren Auswahl waren zum Beispiel Tischnummern mit Fotos von uns, wo wir gerade so alt waren wie die Tischnummer ist – auf Tisch 1 also Fotos aus unserem ersten Lebensjahr usw. Auch Städte oder Länder, in denen wir schon gemeinsam waren, wäre ein guter Kompromiss gewesen. Gar nicht gefallen haben uns die Tisch-Wörter wie beispielsweise „FantasTISCH“ oder „OptimisTISCH“.

Also haben wir uns auf schlichte Nummern geeinigt, weil wir keinen faulen Kompromiss eingehen wollten.

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Monate später ist mir dann die zündende Idee gekommen, die uns beiden auf Anhieb gefallen hat. Als ich die Idee zum ersten Mal ausgesprochen hab, haben wir uns beide gegen die Stirn geschlagen und wunderten uns, dass wir nicht schon viel früher darauf gekommen sind. Was es genau ist, verrat ich euch erst nach der Hochzeit. Wir glauben zwar, dass unsere Gäste damit nicht wirklich viel anfangen können, aber es ist unsere Hochzeit und wir finden, es passt perfekt zu uns.

Durch diese Idee hab‘ ich auch die Tischdeko noch teilweise stark verändert – ihr seht also, es bringt total viel, wenn man ein „Problem“ mal beiseiteschiebt und sich mit anderen Dingen der Hochzeitsplanung befasst. Denn die perfekte Idee wird kommen, plötzlich und unerwartet. (Diese Lektion musste ich erst mühsam lernen. Am liebsten wäre es mir gewesen, ich hätte sofort perfekte Ideen, ohne darauf warten zu müssen…)

Hochzeitsmessen bringen dafür mehr als man glaubt

In den letzten zwei Jahren waren wir auf mindestens fünf Hochzeitsmessen und von jeder einzelnen haben wir profitiert. Klar, überall ist viel los und die einzelnen Dienstleister kämpfen um jeden Kunden, aber ein paar Fragen können immer geklärt werden. Wir haben auch einige Dienstleister auf Messen gefunden – außerdem natürlich Inspiration für Deko, Blumen, Torte und Anzug.

Besonders empfehlen kann ich euch die jährliche Messe Trau dich in Wien (immer Ende Jänner im Messe Congress Center). Die ist recht groß und bietet tatsächlich für jeden etwas. Auf dieser Messe waren wir zweimal: beim ersten Mal habe ich die Gelegenheit genutzt und bei sämtlichen Juwelieren Ringe probiert, da ich gar nicht wusste, was ich möchte. Schlussendlich haben wir uns entschieden, die Ringe bei einem Goldschmiedworkshop selber zu machen (auch diesen Dienstleister haben wir auf der Messe kennengelernt). Beim zweiten Mal haben wir schon sehr viel mehr geplant gehabt, wodurch wir uns auf einzelne Fragen konzentrieren konnten, etwa wie groß muss die Torte sein? Oder welcher Haarschmuck wäre schön?

Also nehmt ich die Zeit und plant den Besuch auf der Messe ein, es lohnt sich!

Natürlich gibt es noch viele andere Lektionen, die wir bei der Hochzeitsplanung gelernt haben – mehr davon ein andermal. Mittlerweile haben wir fast alle Einladungen verteilt, mein Kleid ist im Werden, sein Anzug auch bald, die Dienstleister sind fixiert, das Probeessen hat geschmeckt, die kirchliche Trauung ist mehr oder weniger unter Dach und Fach und die Gäste freuen sich auf unsere Hochzeit – was will man also mehr?

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